Was ist die OAS?

Der Auftakt

Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Schaffhausen entstand Ende der 1980er Jahre, als sich eine Gruppe Vogelkundler mit Engagement für die Vogelwelt im Kanton Schaffhausen interessierte und einsetzte. Damals stand das Rebhuhn-Projekt im Klettgau noch in der Anfangsphase und die Schwarzkehlchen waren als Brutvögel eine Seltenheit. Mehrere Akteure der Startzeit sind bis heute sehr aktiv und engagieren sich in vielerlei Hinsicht weiterhin für die Avifauna des Kantons, z.B. Martin Roost, Stephan Trösch und Michael Widmer. Vieles hat sich damals verändert, sowohl in der Beobachterinnen- und Beobachterszene als auch in der Landschaft und Vogelwelt des Kantons.

Zielrichtung . . .

Mögliche Ziele, Arbeiten und Projekte der OAS

  • Allgemein die Erforschung der Vogelwelt im Kanton Schaffhausen & Region
  • Beiträge zum Schutz und zur Verbesserung von Lebensräumen
  • Bereitschaft zur Öffentlichkeitsarbeit
  • Monitorings für sensible Vogelarten
  • Mitwirkung bei kantonalen und nationalen Projekten
  • Vogelzugforschung
  • Sammeln von Avidaten (ornitho.ch, eBird)

Von den jährlichen Berichten der Anfangszeit bis heute

Noch bis weit in die 1990er Jahre war das Internet noch unbekannt und ornitho.ch als Melde- und Informationsplattform für Vogelbeobachtungen noch lange nicht geboren. Einige Akteure von damals verfassten ab Ende der 1980er Jahre eine jährliche Zusammenstellung von nennenswerten ornithologischen Ereignissen: Die «Ornithologischen Beobachtungen aus der Region Schaffhausen», veröffentlicht in den «Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Schaffhausen. Zu den Verfassern dieser Berichte zählten vor allem Martin Roost, Urs Weibel und Michael Widmer, gelegentlich auch unter Mirwirkung von Roland Marti und Stephan Trösch. Die letzte Ausgabe datiert aus dem Jahr 2005. Seither hat die Meldeplattform von ornitho.ch diese Aufgabe übernommen wie auch die damals unregelmässig jährlichen Treffen der OAS-Menschen ausliefen.

 

Buchveröffentlichung

Dazwischen (2003) gab es eine Buchveröffentlichung über die «Brutvögel im Kanton Schaffhausen», mit den Autoren Thomas Nabulon, Martin Roost, Andreas Reich, Urs Weibel und Michael Widmer. Mit den seit einigen Jahren jährlich von Urs Weibel verfassten, aktualisierten und herausgegebenen «Vogelarten-Liste» der Region Schaffhausen erhalten Interessierte eine kurz Übersicht aller bisher festgestellten Vogelarten mit Statusangaben.

 

Ereignisreiche Zwischenzeit

Um 2007 näherte sich der Moment, wo das mit viel Energie und Aufwand betriebene Projekt zur Wiederansiedlung des Rebhuhns im Klettgau leider aufgegeben werden musste. Just im gleichen Jahr kam es im Klettgau zu einer unverhofften und erfolgreichen Brut der Wiesenweihe in einem Weizenfeld, erstmals wieder nach einem Vierteljahrhundert in der Schweiz. Die Bewirtschaftung der Ökoflächen im Klettgau (und anderen Standorten) zeigten mit der deutlichen Zunahme von Grauammer, Schwarzkehlchen und Dorngrasmücke einen grossen Erfolg und in den Rebbergen des Klettgaus ist 2014 die Heidelerche als Brutvogel wieder zurückgekehrt. Der Schweizerische Brutvogelatlas 2013-2016 war ein sehr grosses Projekt, an dem sich auch zahlreiche Ornithologinnen und Ornithologen aus der ehemaligen OAS und aus neuerer Zeit beteiligten. Der Turdus Natur- und Vogelschutzverein ist mit seinen inzwischen fast 800 Mitgliedern zu einer veritablen Organisation angewachsen. Die über viele Jahre durchgeführten Grund- und Fortgeschrittenenkurse des Turdus zeigten auch da seine Wirkung.

Rebhuhn-Familie mit Jungvögeln , Neunkirch SH, Widen, 14.08.2007 | Foto: Stephan Trösch